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Jeder dritte Onliner hat Angst vor Ransomware

Nur wenige machen Sicherheitskopien ihrer Daten

  • Bekanntheit von Verschlüsselungsattacken steigt
  • Nur wenige machen Sicherheitskopien ihrer Daten

Geld her oder Daten weg – das ist das Prinzip von sogenannter Ransomware. So werden Schadprogramme bezeichnet, die Kriminelle über das Internet verbreiten und damit Daten auf den Endgeräten von Verbrauchern verschlüsseln. Anschließend fordern die Angreifer ihre Opfer zur Zahlung eines Lösegeldes auf, ohne die die gesperrten Daten nicht wieder entschlüsselt würden. Der Mehrheit der Internetnutzer ist Ransomware bekannt, 54 Prozent haben bereits davon gehört oder gelesen. Im Vorjahr waren es erst 40 Prozent. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter mehr als 1.000 Internetnutzern in Deutschland. „Täter fordern häufig kleinere Summen im dreistelligen Bereich, damit jedes Opfer potenziell auch bezahlen kann“, sagt Susanne Dehmel, Mitglied der Bitkom-Geschäftsleitung. „Möglich ist auch, dass die Lösegeldbeträge in Kryptowährungen wie Bitcoin gezahlt werden sollen.“

Nur fast jeder Vierte erstellt regelmäßig Backups

Nach mehreren öffentlichkeitswirksamen Ransomware-Attacken, wie durch das Schadprogramm WannaCry im Jahr 2017, ist die Furcht gewachsen. So hat jeder Dritte (34 Prozent) Angst davor, Opfer von Ransomware zu werden, etwa beim eigenen Laptop oder Desktop-PC. Im Jahr zuvor war es noch jeder Fünfte (20 Prozent). Obwohl Ransomware-Attacken verstärkt als Gefahr gesehen werden, sorgen nur wenige gegen solche Angriffe vor. Lediglich 44 Prozent der Ängstlichen erstellen regelmäßig Backups der persönlichen Daten, um einem Komplettverlust vorzubeugen. „Betroffene sollten sich niemals auf eine Erpressung einlassen“, so Dehmel. Dass einmal verschlüsselte Daten wieder zugänglich gemacht würden, sei höchst ungewiss. „Verbraucher sollten sich im Internet unbedingt mit Firewalls und Antivirenprogrammen schützen. Damit sinkt die Wahrscheinlichkeit für eine erfolgreiche Attacke bereits erheblich.“

Zudem rät Bitkom den Opfern solcher Cyberkriminellen, sich an die Behörden zu wenden. Hierfür gibt es bei den Landeskriminalämtern eine Zentrale Ansprechstelle Cyberkriminalität (ZAC).